Sri Lanka – die Strahlende

Den Dezember habe ich mir mit zwei Wochen in der Wärme  verkürzt. Wie sich herausstellte, hätte der Zeitpunkt nicht besser sein können: Während die Schweiz ungewöhnlich früh im Schnee versank, liess ich mir bei 28 Grad Celsius die sanfte Meeresbrise auf Sri Lanka um die Nase wehen.

surya

In Colombo angekommen, ruhte ich mich erst einmal im Hotel The Kingsburry aus. Unweit des berühmten Galle Face Hotels gelegen, setzt das Kingsburry auf Modernität. Hier darf man auf keinen Fall einen Besuch in der Skybar im obersten Stock verpassen, wo es sich auch abends problemlos kurzärmlig sitzen lässt. Aber auch die Behandlungen im Spa sind ihren Preis wert und helfen darüber hinaus, den Jetlag zu vertreiben. Ausserdem ist auch einer meiner liebsten Shops nicht weit entfernt: Im Paradise Road findet man auf zwei Etagen eine tolle Auswahl an Geschirr, ayurvedischen Produkten, Gewürzen und sonstigen Dingen, die sich gut in den eigenen vier Wänden machen.

Nach einer erholsamen Nacht ging es weiter in Richtung Süden. Natürlich besuchte ich zunächst einmal einige unserer Vertrags-Hotels. Ein wahre Oase der Ruhe ist die Villa Raphael. Sie grenzt direkt an einen unter Naturschutz stehenden See und fügt sich behutsam in die Dschungel-Landschaft ein. Der Schweizer Inhaber hat das Haus sorgfältig auf höchstem Standard eingerichtet. Die Villa ist voll und ganz auf Ayurveda-Gäste ausgerichtet und bietet exklusives Erholen in einer wunderbaren, friedvollen Umgebung.

Villa-Raphael-Garden

 

Besonders gespannt war ich auch auf das Underneath The Mango Tree (UTMT). Wer es gerne künstlerisch-bunt mag, wird das UTMT lieben. Die Farben blau, gelb, violett und grün dominieren das gesamte Resort. Die Zimmer sind mit Holz getäfelt, das Restaurant ist offen zum Meer hin ausgerichtet und der Pool eignet sich mit seiner Länge von 25 Metern für ausgiebiges Schwimmen. Bald ist auch die Yoga- und Meditation-Halle fertig, die wunderbar stimmungsvoll gestaltet wird. Wer mag, kann sich abends im Kino einen Film anschauen und dabei stilecht Popcorn knabbern. Aber auch bei einer Partie Billard lässt sich der Abend entspannt ausklingen.

utmt

Vom UTMT aus ging es in die Berge. Die Fahrt über Ella nach Nuwara Eliya ist ziemlich kurvenreich, aber absolut lohnenswert. Vor allem Ella hat sich in den letzten Jahren entwickelt: Berühmt für den „Mini-Adams-Peak“ wird es vor allem von Treckern und Wanderern besucht. Abends erwacht das winzige Städtchen mit seinen Restaurants und Bars dann so richtig zum Leben. Bis nach Nuwara Eliya ist es nochmal ein gutes Stück Fahrt. Die spektakuläre Landschaft  vermochte mich mit der etwas unwirtlichen Strasse zu versöhnen. Oben angekommen, fühlt man sich wie in einer anderen Welt: Nuwara Eliya ist wirklich eine Bilderbuch-Stadt. Auf dem künstlich angelegten See fahren Jet-Skis und Boote, auf den Wiesen grasen Ponys und Paare schlendern durch den romantischen Victoria Park.

tee

Wer sich schon so weit in die Berge hervor gewagt hat, kommt um den Besuch einer Tee-Fabrik nicht herum. Denn Teeplantagen beherrschen hier das Landschaftsbild und zeigen dem geneigten Tourist, weshalb Sri Lanka als „das Land des Tees“ gilt.

Wer ungewöhnlich übernachten will, kann dies etwas ausserhalb von Nuwara Eliya tun: Mitten im Nirgendwo befindet sich das Scottish Planter Bungalow. Und das ist ein absoluter Geheimtipp! Hier gibt es nur vier Zimmer und einen herzlichen und tollen Gastgeber, der für seine Gäste alles möglich macht: Sei es ein romantisches Abendessen vor dem Kaminfeuer, ein tolles Frühstück im herrlichen Garten bei Vogelgezwitscher oder das Relaxen in der kleinen Sauna. Ausserdem können Gäste die hauseigene Teefabrik besuchen oder auch einfach nur die Stille des Ortes geniessen.

scottish

Von Nuwara Eliya aus erreicht man in etwas mehr als zwei Stunden Kandy – ein mindestens genauso faszinierendes Städtchen. Auch Kandy hat einen künstlich angelegten See, der sich an den Tempel des Heiligen Zahns Buddhas anschmiegt. Hier wird – wie es der Name des Tempels sagt – ein Zahn Buddhas aufbewahrt. Nur einmal im Jahr wird das Relikt während eines mehrtägigen Festes der Öffentlichkeit präsentiert. Zu diesem Anlass marschieren in einem tagelangen Fussmarsch Dutzende Elefanten von überall aus Sri Lanka nach Kandy. Prachtvoll geschmückt, begleiten die Dickhäuter die Zeremonie.

Elefanten gehören genauso zu Sri Lanka wie die Teeplantagen. Nur sehr reiche Menschen können sich einen Elefanten leisten. Die meisten gezähmten Dickhäuter werden bei  Tempelfeierlichkeiten eingesetzt. Rund um Kandy gibt es verschiedene Elefanten-Sanctuarys, die von Touristen besucht werden können. Beim Ritt direkt auf dem Nacken eines dieser riesigen Dickhäuters schlug auch mein abgeklärtes Reiterherz schneller: So ein Elefant ist ganz schön hoch und schwankend. Ausserdem muss man ab und zu den Kopf einziehen: Denn in Sri Lanka hängen die Stromleitungen ganz schön tief. Aber missen möchte ich diese Erfahrung nicht. Die Elefanten werden hier übrigens nur für wenige Minuten am Tag für Ritte eingesetzt und verbringen den Rest des Tages mit Fressen, Baden und Ausruhen.

elefant

Nach so vielen tollen Eindrücken ging es für mich zurück ans Meer. Auch wenn es zum Baden zu aufgewühlt war, waren die langen Strand-Spaziergänge nicht nur eine Wohltat für das Auge, sondern vor allem auch für die Seele.

lindameer

 

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