Ferien im Wintermärchenland

Seit ich das erste Mal bei Kuoni Reisen in meiner Lehrzeit den Katalog über Winterferien in Lappland in den Händen hielt, liess mich der Gedanke an eine solche Traumreise nicht mehr los. Jedes Jahr kam mir von Neuem zu spät in den Sinn: Da war doch was…..
Nicht so in diesem Jahr – am 21. Januar 2017 starteten wir mit Edelweiss Air unseren Flug nach Rovaniemi. Nach 3.5 Flugstunden landeten wir und waren sofort verzaubert vom kleinen Flughafen  – kein Wunder, Lappland ist ja auch die Heimat von Santa Claus.

santa

Müde aber glücklich begaben wir uns in den Transferbus und fuhren bis nach Luosto, ein kleines, verschlafenes Örtchen in Finnland. Unser Blockhaus war rustikal und unglaublich gemütlich, eine Sauna war natürlich auch vorhanden. Man sagt ja, dass die Finnen immer zuerst die Sauna bauen und dann erst das Haus.

Morgens, halb zehn in Finnland

Ja, erst um diese Zeit sind wir aufgewacht, denn hier geht die Sonne erst um ca. 10 Uhr auf und bereits um 16 Uhr wieder unter. Die Sonne kommt im Januar nur knapp über den Horizont und dadurch herrschen stets ganz spezielle Lichtverhältnisse.

Auch wenn Luosto klein ist, kann man sich trotzdem ohne Probleme eine Woche oder sogar länger vertun. Es gibt Schneeschuh-Wanderwege, ein Loipen-Netz von über 100 Pistenkilometer und natürlich kann man ganz viele Aktivitäten mit oder ohne Schneemobil buchen.  Wir haben alles ausprobiert und gelernt: Auch Langlauf will geübt sein, sonst landet man – wie ich – schnell mal auf seinem Allerwertesten.

snowmobile

Ausflüge rund um Luosto

Wer es noch nie probiert hat, dem sei hier versichert: Schneemobilfahren ist der Wahnsinn. Anfangs etwas ungewohnt, da sich die zwei Kufen vorne am Fahrzeug immer bewegen und das Ganze ein wenig wackelig ist, aber es macht grossen Spass. Warm eingepackt – schliesslich herrschen hier fast immer minus Temperaturen  – machten wir uns auf den Weg zu einer Rentierfarm, in Lappland eines der ältesten Gewerbe. Es gibt keine Ausbildung als Rentierzüchter, man wird dazu geboren. Wenn der Vater also eine Zucht hat, geht diese automatisch an die Kinder über.  Nach einer kurzen Schlittenfahrt mit Rudolph und Co., durften wir die süssen Tiere auch füttern. Rentier ist übrigens das meist konsumierte Fleisch in Finnland, wir haben darauf aber verzichtet.

rentier

Highlight – die Huskyfarm

Mein persönliches Highlight war der Besuch einer Husky-Farm. Über 150 Hunde leben hier auf der Farm und beginnen im Alter von einem Jahr mit dem Training. Ab zwei Jahren werden sie dann als Schlittenhunde eingesetzt. Nach einer eingehenden Einführung in die Handhabung eines Schlittens, auch hier will das Bremsen gelernt sein, durften wir jeweils zu zweit auf unseren eigenen Schlitten steigen. Die Hunde bellten schon vor Vorfreude und waren voller Energie als es endlich losging. Ein Schlitten wird in der Regel von sechs Hunden gezogen und wenn man hier mal nicht genügend auf die Bremse steht, preschen die Hunde samt Schlitten einfach weiter voran. Wir haben die zehn Kilometer lange Fahrt in vollen Zügen genossen und durften nachher noch ganz viel über diese tollen Hunde, die den Schnee so lieben, erfahren.  Es gab auch einen aktuellen Welpen-Wurf, die acht Welpen waren nach dem Film „die Eiskönigin“ benannt und wir durften diese knuddeln.  Am liebsten hätten wir  Elsa, Anna und Co. Gleich in die Tasche gesteckt.

knukhusky

Finnisches Lappland – eine Traumhafte Woche geht zu Ende

Mit einem Abend in einer finnischen Kota liessen wir die Ferien ausklingen.  Eine Kota ist ein kleines Häuschen mit einem grossen Holzofen in der Mitte. Wir wurden vom Koch unter solch einfachen Umstände aufs königlichste verwöhnt. Unter anderem mit Lachs vom Holzbrett und Beeren-Pancakes. Dazu wurde heisser Beerensaft gereicht – wunderbar lecker und typisch finnisch.  Und wohl etwas vom schönsten – wir sahen das Nordlicht von blossem Auge, leider sind die Fotos etwas verwackelt.

kota   nordlicht

Mein Fazit – ich komme wieder.

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